Was heute als selbstverständlich angesehen und auch erwartet wird, wurde im Jahr 1904 nur durch besondere Erlaubnis möglich: Die Feuerwehrkapelle durfte Uniformen tragen.
Bereits 1903 musste der damalige Leiter, Emil Schaub, seiner Dienstpflicht genügen, wurde zum Heer einberufen und stand deshalb als Kapellmeister nicht mehr zur Verfügung. Als Nachfolger wurde Emil Vahlefeld berufen, der bis Anfang 1913 die musikalische Verantwortung trug.
In einer Dienstbesprechung am 27.12.1913 wurde die Frage aufgeworfen, ob die Voraussetzung überhaupt noch gegeben sei, die Kapelle aufrechtzuerhalten; denn es stand kein Kapellmeister mehr zur Verfügung, zahlreiche Kräfte wanderten ab. In dieser Zeit kehrte Emil Schaub zurück, nachdem er mehrere Jahre bei der Berliner Garde als Militärmusiker gedient und nach seiner Entlassung den Weg zur Feuerwehr zunächst nicht mehr gefunden hatte. Er wurde erneut als Leiter berufen, mit ihm traten zahlreiche Musiker der Kapelle bei: Die Notlage war behoben.