Nach Rückkehr aus Krieg und Gefangenschaft und der Genesung kriegsverwundeter Mitglieder sollte der Probenbetrieb 1920 wieder aufgenommen werden.
Infolge der Kriegswirren waren 3 Mitglieder als Soldaten gefallen, einige blieben aus anderen Gründen fern.
In einer Versammlung am 03.01.1920 wurde das Ziel verfolgt, die Musikkapelle wieder aufleben zu lassen. Es meldeten sich 10 Mann, die die mit Beginn des Kriegs eingestellte Arbeit fortsetzten wollten. In den folgenden Jahren meldeten sich immer wieder junge Männer, die das Musizieren erlernen wollten; auf diese Weise standen bald 20 Musiker hinter ihrem Kapellmeister, der die Leistungsfähigkeit des Orchesters steigern konnte, sodass auch bald geschäftliche Vertrage abgeschlossen werden konnten, die es ermöglichten, über Mittel zur Anschaffung von Noten und Instrumenten zu verfügen. Sicherlich nicht ausreichend, aber in der Zeit der Inflation von unendlichem Wert.
Offensichtlich bestand in dieser Zeit unter den Musikern ein Konsens, dass militärische Attribute wie Exerzier- und Marschübungen eher als selbstverständlich akzeptiert wurden. So wurden auch neue Uniformen beschafft, die denen der "16. Pioniere" entsprachen. Man bedenke, eine Feuerwehrkapelle spielte nicht in einer Feuerwehruniform, sondern trug die Kleidung eines Truppenteils. Allerdings waren die Helme neben dem Preußischen Adler auch mit dem Rheinischen Provinzial-Feuerwehrabzeichen versehen.
Der musikalische Fortschritt erlaubte im Jahr 1932 die Teilnahme an einem Musikwettstreit in Kreuzberg, bei dem der "Erste Stadtklassenpreis" und ein "2. Ehrenpreis" errungen werden konnte. Die Kapelle erlebte in diesen Jahren eine erfolgreiche Zeit. So bestanden während dieser Jahre freundschaftliche Beziehungen zu den Männergesangvereinen Hahnenberg und "Harmonie" Wellringrade, die über viele Jahre van Bruno Lockemann geleitet wurden, dem Hauptlehrer einer zu dieser Zeit bestehenden Landschule in Hahnenberg.