Das Land lag zu großen Teilen in Schutt und Asche; auch die Innenstadt Radevormwalds wurde in den letzten Kriegstagen völlig zerstört, nur deshalb, weil politische und weltanschauliche Verbohrtheit einiger Verantwortlicher die notwendige Einsicht verhinderte, dass eine Übergabe der Stadt an die damaligen Kriegsgegner ihre Zerstörung hatte verhindern können.
In der früheren Gaststatte Fritz Clever "In der Grüne", die zugleich als Probelokal ausersehen war, wurde ein erneuter Anfang gewagt; ein größerer Teil der früheren "Stammannschaft" fand sich wieder zusammen. 6 Mitglieder waren als Gefallene zu beklagen, andere waren krank, vielleicht aber war ihnen nach den Erlebnissen der letzten Jahre nicht mehr nach musizieren zumute.
 |
| Gruppenfoto in Borbeck, davor der ehemalige Wehrführer Alfred Schröder |
Trotz beeinträchtigter Gesundheit übernahm der inzwischen betagte Emil Schaub erneut die Leitung, die er Anfang 1951 wieder abgab. Als sein Nachfolger wurde im Februar dieses Jahres Fritz Braselmann aus Schwelm zum neuen Leiter berufen.
Das Feuerwehrorchester hatte im Jahr 1941 sein 50jähriges Jubiläum feiern können; ein herausragendes Ereignis für jede Vereinigung. Aber wem mochte in diesem Kriegsjahr der Sinn nach Feierlichkeiten gestanden haben, zumal die Musiker größtenteils als Soldaten eingezogen waren. Nun aber, am 04. und 05. August 1951, wurde das 60. Gründungsjahr zum Anlass genommen, in einem großen Festzelt in der Grüne drei Tage zu feiern. Zu diesem Zeitpunkt verfügte die Kapelle über 25 aktive Musiker, von denen zwei, Max Bartsch und Ernst Müller, heute noch dem Musikzug verbunden sind. Beide zählten damals zu den "jungen Leuten".