Am 02.01.83 haben wir es mit großer Zaghaftigkeit und auch Unsicherheit gewagt, ein Neujahrskonzert zu veranstalten, nicht als Konkurrenz zu den Veranstaltungen renommierter Orchester, sondern als Gruß an die Bürger dieser Stadt, denen wir für vielfaltigen Zuspruch danken wollten.
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| Vor oder nach dem Herbstkonzert 1986 in der Grundschule Stadt |
Der Erlös wurde gemeinnützigen Zwecken zur Verfügung gestellt. Die erste Publikumsresonanz war zwar auch etwas zaghaft, wohl weil es in Radevormwald vergleichbares nicht gab, Jedoch bereits im folgenden Jahr konnten wir uns über einen Besucherzuspruch freuen, der unsere Erwartungen weit Übertraf und uns zur Wiederholung des Konzerts in den folgenden Jahren anregte. Mit Recht, denn wir hatten dann stets "volles Haus". Diese Neujahrskonzerte bedeuten uns inzwischen ständige Freude und Verpflichtung, in der Hoffnung, diese Freude auch auf die Zuhörer übertragen zu können. Das Neujahrskonzert des Jubiläumsjahres war das neunte dieser Reihe und wurde "jubiläumsgerecht" präsentiert; wir hoffen sehr, auch in den weiteren Jahren jeweils am ersten Sonntag eines Jahres im Bürgerhaus konzertieren zu können.
Wie jedermann in Radevormwald weiß, unterhalt unsere Stadt mit der französischen Gemeinde Châteaubriant eine Städtepartnerschaft. In diesem Rahmen wurden wir als Feuerwehrorchester angeregt, an Veranstaltungen der Städtepartnerschaft zu beteiligen. Für diese Anregung, die zunächst ein wenig nur neugierige Pflichterfüllung bedeutete, sind wir jetzt sehr dankbar und sehen darin nicht mehr nur eine Pflichterfüllung: Die Pflege dieser Beziehung ist uns eher Bedürfnis geworden. Es entwickelten sich freundschaftliche Kontakte zur "Harmonie Municipale de Châteaubriant", die zu unseren Besuchen 1985, 1987 und 1989 in der Partnerstadt führten und zu Besuchen unserer Freunde 1986 und 1988 in Radevormwald. Unser Jubiläum wird Anlass zu einer weiteren Begegnung wahrend der Tage unserer Hauptveranstaltung in Radevormwald sein.
Erstmals haben wir uns am 11.04.1987 an eine Tonaufnahme herangewagt, die auch erfolgreich verlief, obwohl auf Professionalismus in technischer Hinsicht weitgehend verzichtet wurde; dennoch war die Arbeit yon erwartungsvoller Spannung geprägt.
Diese Aufnahme und das Herbstkonzert 1987 waren seine letzten größeren Arbeiten mit dem Feuerwehrorchester: Am 14.02.88 verstarb für alle unerwartet unser musikalischer Leiter Kurt Krause, ein redlicher Mann, der menschlich in hervorragender Weise zu uns "passte" und eine Atmosphäre um sich verbreitete, die für gedeihliche Arbeit erforderlich ist. Es war schwierig, einen Nachfolger zu finden, der diese hohen Erwartungen in gleicher Weise hatte erfüllen können, bis wir uns nach mehreren vergeblichen Versuchen, die Nachfolgefrage zu klären, entschieden haben, Thomas Klöckner als kollegialen Chef zu bestellen. Diese Entscheidung war richtig, wie es sich inzwischen herausgestellt hat. Am 03.09.1989 haben wir uns an einem Landeswertungsspielen in Kleve beteiligt, bei dem wir einen 1. Rang erzielten und als Auszeichnung eine Goldmedaille entgegennehmen konnten. Als einen Höhepunkt gemeinsamer Arbeit erlebten wir am 31.03 und 01.04.90 Plattenaufnahmen, die im Bürgerhaus mit Hilfe umfangreicher Studiotechnik eingespielt worden ist. Diese Arbeiten haben uns zwar stark beansprucht, bedeuteten aber auch großen musikalischen Gewinn; das Ergebnis liegt inzwischen vor.
Infolge der beim Landeswertungsspielen in Kleve erreichten Wertung konnten wir in Friedrichshafen an einem Bundeswertungsspielen teilnehmen, das am 15.06.1990 in der Bodensee-Halle durchgeführt wurde. Der Wertung unterzogen sich 16 Orchester der A-Klasse aus dem gesamten Bundesgebiet. Unser zweiter Rang, zu dem eine Silbermedaille verliehen wurde, hat uns in der Arbeitszielsetzung bestätigt. Die Reise dauerte drei Tage, erforderte während des Wettstreits höchste Konzentration und war nur möglich durch Unterstützung der Fa. G. Lange & Co. und der Tatsache, dass die Mitreisenden neben ideellem auch zu finanziellem Einsatz bereit waren.